Fragen und Antworten
zum Spiegelschacht
Allgemein
Was sind gute Voraussetzungen für einen Spiegelschacht?
- möglichst lange und breite Lichtschächte, damit ausreichend Fläche für die Tageslichtführung vorhanden ist
- hoch liegende Kellerfenster im Untergeschoss, idealerweise mit einer Brüstungshöhe von ca. 1.60 m
- eine Fensterhöhe, die möglichst gut zur Breite des Lichtschachts passt
- gute Tageslichtverhältnisse beim Lichtschacht, zum Beispiel durch Südlage und möglichst wenig Verschattung
- keine störenden Vordächer, dichte Bepflanzung oder baulichen Elemente über dem Lichtschacht
- hell gestaltete Räume im Untergeschoss, da helle Decken, Wände und Böden das Tageslicht besser reflektieren
Wie tief kann man Tageslicht im Schacht hinunterleiten?
Tageslicht kann mit dem Heliobus® Spiegelschacht® auch über mehrere Stockwerke hinweg nach unten geleitet werden. Realisierte Projekte zeigen, dass eine Tageslichtführung bis zu vier Stockwerke unter Terrain möglich ist.
Damit eignet sich das System nicht nur für klassische Kellerräume, sondern auch für anspruchsvollere Gebäudesituationen, bei denen natürliches Licht tief in Untergeschosse oder innenliegende Bereiche geführt werden soll.
Gibt es Standardschächte?
Nein, jeder Heliobus® Spiegelschacht® wird individuell nach Mass gefertigt. Das ist entscheidend, weil sich Lichtschächte, Fenster und Fassadenanschlüsse von Gebäude zu Gebäude unterscheiden. Zu den relevanten Faktoren gehören unter anderem:
- unterschiedliche Fenstergrössen und Fensterarten, zum Beispiel innen oder aussen angeschlagene Kellerfenster
- unterschiedliche Mauerstärken, Wärmedämmungen und Putzaufbauten
- unterschiedliche Brüstungshöhen der Kellerfenster
- unterschiedliche Tiefen, Breiten und bauliche Formen der Lichtschächte
Die Massanfertigung stellt sicher, dass der Heliobus® Spiegelschacht® technisch exakt passt, das Tageslicht optimal in den Raum lenkt und sich sauber in die bestehende bauliche Situation integriert.
Was sehe ich beim Blick in das Fenster?
Das Spiegelmodul des Heliobus® Spiegelschacht® öffnet sich trichterförmig zum Kellerfenster hin. Dadurch wird natürliches Tageslicht gezielt in den Raum gelenkt und die Lichtwirkung im Untergeschoss deutlich verbessert.
Bei optimalen baulichen Voraussetzungen – zum Beispiel ohne Vordach, Bäume oder dichte Bepflanzung direkt über dem Lichtschacht – kann sogar ein freier Blick zum Himmel entstehen. So lässt sich das Wetter vom Keller aus mitverfolgen, was den Raum offener und stärker mit der Aussenwelt verbunden wirken lässt.
Die Spiegelgeometrie ist auf maximalen Tageslichteinfall ausgerichtet. Die Umgebung wird deshalb nicht eins zu eins gespiegelt, sondern ähnlich wie bei einem Kaleidoskop optisch verschnitten. Dadurch entsteht eine besondere Licht- und Raumwirkung, die den Keller heller, lebendiger und hochwertiger erscheinen lässt.
Kann man von Aussen in den Raum blicken?
Ja, je nach Glasabdeckung und Lichtsituation kann man von aussen in den gespiegelten Untergeschossraum blicken. Tagsüber ist der Einblick jedoch meist eingeschränkt, da es im Aussenbereich in der Regel heller ist als im Rauminnern.
Um direkt in den Raum zu sehen, müsste man sehr nahe an die Abdeckung herantreten und seitlich abschatten – ähnlich wie Kinder, die von aussen in eine Wohnung oder in ein Auto schauen möchten. Im normalen Alltag ist der Einblick deshalb begrenzt.
Für mehr Privatsphäre empfehlen wir eine einfache Lösung, wie sie auch bei oberirdischen Fenstern üblich ist: einen feinen weissen Vorhang oder eine andere dezente Sichtschutzlösung im Rauminnern. Dieser kann bei Bedarf geschlossen werden, wenn mehr Privatsphäre gewünscht ist.
Wirkung
Wie viel mehr Tageslicht bringt der Spiegelschacht?
Der Heliobus® Spiegelschacht® bringt bis zu 20-mal mehr Tageslicht in den Kellerraum. Das Tageslicht, das oben auf den Lichtschacht bzw. den Gitterrost fällt, wird über das verspiegelte Modul mit einem Wirkungsgrad von ca. 30 bis 50 % gezielt zum Kellerfenster geleitet.
Bei einem herkömmlichen Lichtschacht gelangt im Durchschnitt nur ein kleiner Teil des vorhandenen Tageslichts direkt und wirkungsvoll in den Raum – häufig lediglich etwa 2 bis 10 %. Durch die Spiegelgeometrie des Heliobus® Spiegelschacht® wird dieses vorhandene Licht deutlich effizienter genutzt.
Gerade bei bedecktem Himmel kann dadurch eine 10- bis 20-fache Verbesserung der Tageslichtwirkung im Untergeschoss erreicht werden. Der Kellerraum wirkt heller, freundlicher und erhält eine deutlich höhere Aufenthaltsqualität.
Funktioniert der Spiegelschacht auch wenn die Sonne nicht scheint?
Ja, der Heliobus® Spiegelschacht® funktioniert auch bei bedecktem Himmel und bei Regen zuverlässig. Auch diffuses Tageslicht wird über das verspiegelte Modul aufgenommen und in den Kellerraum geleitet.
Die stärkste Wirkung entsteht bei direkter Sonneneinstrahlung. Dann kann das Spiegelsystem das Licht besonders intensiv in den Raum lenken – je nach Situation sogar bis in weiter hinten liegende Bereiche des Untergeschosses.
Der Effekt ist vergleichbar mit einem normalen Fenster im Obergeschoss: Auch bei Schatten oder schlechtem Wetter bleibt der Raum hell, bei direkter Sonne wird die Lichtwirkung jedoch deutlich stärker. So sorgt der Heliobus® Spiegelschacht® in unterschiedlichen Wettersituationen für mehr natürliches Tageslicht und eine angenehmere Raumatmosphäre.
Wird man im Keller bei Sonnenschein geblendet?
Ja, das kann vorkommen. Die Wirkung ist vergleichbar mit einem Südfenster: Je nach Jahreszeit, Sonnenstand und baulicher Situation kann direktes Sonnenlicht stärker in den Raum fallen.
Die Spiegel des Heliobus® Spiegelschacht® verstärken das Sonnen- und Tageslicht jedoch nicht, sondern lenken es gezielt um. Dadurch wird das vorhandene natürliche Licht besser genutzt und in den Kellerraum geführt.
Wenn direkte Sonnenstrahlen im Raum stören, helfen Vorhänge, Rollos oder Jalousien – wie bei Fenstern im Obergeschoss. Viele unserer Kundinnen und Kunden verwenden einen feinen weissen Vorhang. So bleibt der Raum weiterhin hell, während die direkte Sonneneinstrahlung angenehm abgeschwächt wird.
Lüftung
Kann man nach dem Einbau eines Spiegelschachtes noch lüften?
Ja, die Belüftung bleibt auch bei Regen möglich. Die technische Konstruktion des Heliobus® Spiegelschacht® kombiniert einen stabilen Stahlrahmen mit integrierten Lüftungsschlitzen und eingelegtem Verbundsicherheitsglas. Dadurch kann der Kellerraum weiterhin belüftet werden, ohne dass der herkömmliche Gitterrost erhalten bleiben muss.
Die Luftmenge ist im Vergleich zu einem offenen Gitterrost reduziert, da der Querschnitt durch das Verbundsicherheitsglas kleiner wird. Die Lüftungswirkung ist jedoch weiterhin ausreichend und etwa mit einem Klappfenster vergleichbar.
Je nach baulicher Situation kann so weiterhin eine wirksame Frischluftzufuhr erreicht werden. Die Luftwechselzahl liegt erfahrungsgemäss im Bereich von etwa 10 bis 20.
Reinigung und Unterhalt
Wie sind die Spiegel zu reinigen?
Die Spiegel des Heliobus® Spiegelschacht® lassen sich einfach reinigen. In der Regel genügt die Reinigung mit Wasser und einem weichen Mikrofasertuch, ähnlich wie bei einem Fenster oder Badezimmerspiegel.
Für schwer zugängliche Bereiche kann ein Stabfensterreiniger mit Knickarm hilfreich sein. Auf Wunsch bietet Heliobus® auch einen professionellen Reinigungsservice an.
Werden die Spiegel blind?
Im Normalfall behalten die Spiegel des Heliobus® Spiegelschacht® ihre Qualität über viele Jahre. Die Lebensdauer ist vergleichbar mit hochwertigen Badezimmerspiegeln oder anderen Spiegeloberflächen, die bei sachgemässer Pflege langfristig klar und funktional bleiben.
Entscheidend für die Haltbarkeit ist vor allem die Feuchtigkeitssituation im Lichtschacht. Bei dauerhaft hoher Feuchtigkeit oder ungünstigen baulichen Bedingungen kann es in seltenen Fällen vorkommen, dass Spiegelränder mit der Zeit beeinträchtigt werden.
Sollte ein Spiegel beschädigt oder am Rand korrodiert sein, kann er vor Ort unkompliziert ausgetauscht werden. Bei Bedarf kann Heliobus® zusätzlich besondere Schutzmassnahmen vorsehen, um die Spiegeloberflächen noch besser vor Feuchtigkeitseinflüssen zu schützen.
Ist das Panzerglas kratzfest?
Nein, die Glasabdeckung des Heliobus® Spiegelschacht® ist nicht kratzfest. Sie besteht zwar aus robustem Verbundsicherheitsglas, sollte jedoch wie eine hochwertige Glasfläche sorgfältig behandelt werden.
Zur Reinigung empfehlen wir weiche Mikrofasertücher, Wasser oder geeignete Glasreiniger. Harte Gegenstände, Metallwerkzeuge oder scharfkantige Schneeschaufeln sollten vermieden werden, da sie Kratzer auf der Glasoberfläche verursachen können.
Wie intensiv ist der Unterhalt?
Wie Fenster sollten auch die Spiegelmodule des Heliobus® Spiegelschacht® regelmässig gereinigt werden. Wie häufig dies notwendig ist, hängt von der Umgebung, der Witterung und dem persönlichen Anspruch an die Licht- und Sichtqualität ab.
Unsere Erfahrung zeigt, dass die Reinigung meist zusammen mit der normalen Fensterreinigung erfolgt. In der Regel genügt es, die Spiegelmodule und Fenster ein- bis zweimal pro Jahr zu reinigen.
Für eine schonende Reinigung empfehlen wir Wasser, ein weiches Mikrofasertuch oder einen geeigneten Stabfensterreiniger für schwer zugängliche Bereiche.
Wohin gelangt das Oberflächenwasser?
Regenwasser und Oberflächenwasser können in begrenztem Umfang über die Lüftungsschlitze in den bestehenden Lichtschacht gelangen. Das ist konstruktiv vorgesehen und vergleichbar mit der bisherigen Situation eines offenen Lichtschachts.
Das Wasser gelangt jedoch nicht in das Spiegelmodul des Heliobus® Spiegelschacht®. Es wird im Lichtschacht wie bisher über den vorhandenen Schachtboden aufgenommen, versickert oder über die bestehende Entwässerung abgeführt.
Wichtig ist deshalb, dass der Lichtschacht über eine funktionierende Entwässerung verfügt und Regenwasser ungehindert ablaufen kann.
Entsteht Kondenswasser im Spiegelmodul?
Ja, im Bereich des Heliobus® Spiegelschacht® kann Kondenswasser entstehen. Ob und in welchem Umfang dies vorkommt, hängt vor allem von der baulichen Situation des bestehenden Lichtschachts ab.
Ein hoher Feuchtigkeitseintrag durch Regenwasser, Hangwasser oder eine ungenügende Versickerung kann die Bildung von Kondensat begünstigen. Deshalb ist eine funktionierende Entwässerung des Lichtschachts besonders wichtig.
In der Regel ist vor allem die ebene Verbundsicherheitsglasabdeckung betroffen. Die Spiegelflächen selbst kondensieren nur selten – zum Beispiel bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit in Feuchträumen, Saunen oder Duschen, insbesondere direkt nach dem Lüften.
Bei Bedarf kann Heliobus® technische Optionen wie beheizbares Verbundsicherheitsglas prüfen, um Kondensatbildung zu reduzieren und die Lichtdurchlässigkeit langfristig zu unterstützen.
Ist das Spiegelmodul vor Schmutz von der Strasse geschützt?
Das Spiegelmodul des Heliobus® Spiegelschacht® ist von oben durch die Verbundsicherheitsglasabdeckung geschützt. Dadurch können die Spiegel bei normaler Nutzung nicht direkt von oben beschädigt werden.
Da das System luftoffen konstruiert ist und die natürliche Belüftung des Lichtschachts weiterhin ermöglicht, kann sich mit der Zeit Staub auf den Spiegeloberflächen ablagern. Das ist normal und lässt sich durch eine regelmässige, schonende Reinigung einfach beheben.
Für eine dauerhaft gute Lichtwirkung empfehlen wir, die Spiegel je nach Umgebung und Verschmutzung zusammen mit der normalen Fensterreinigung ein- bis zweimal pro Jahr zu reinigen.
Kondensat
Hilfreiche Hinweise zu Kondensationsbildung
Bei Heliobus® Spiegelschächten® kann es zeitweise vorkommen, dass das Verbundsicherheitsglas oberhalb des Spiegelmoduls beschlägt – meist in der Übergangszeit im Herbst oder bei deutlichen Temperaturwechseln. Diese Kondensatbildung ist ein natürlicher physikalischer Vorgang und in der Regel kein Grund zur Besorgnis.
Das Kondensat verdunstet normalerweise wieder von selbst und hat im Normalfall keinen negativen Einfluss auf die Funktion oder Lebensdauer des Spiegelschacht® Systems. Die Lichtwirkung kann während dieser Zeit vorübergehend leicht reduziert sein, stabilisiert sich jedoch wieder, sobald sich Temperatur und Feuchtigkeit ausgleichen.
Ein Lichtschacht befindet sich direkt am Gebäude und ist teilweise vom Erdreich umgeben. In kälteren Jahreszeiten kann die Temperatur im Schacht deshalb höher sein als die Aussentemperatur. Trifft die wärmere, feuchtere Luft aus dem Schacht auf das kalte Glas, kann sich Kondenswasser bilden.
Begünstigt wird Kondensat insbesondere durch starken Regen, Hangwasser, eine ungenügende Versickerung oder eine eingeschränkte Entwässerung im Lichtschacht. Auch ein plötzlicher Temperatursturz kann die Bildung von Kondenswasser verstärken, weil der Schacht langsamer abkühlt als die Umgebungsluft und die Glasoberfläche.
Ob ein bestimmter Lichtschacht zur Kondensatbildung neigt, lässt sich im Voraus nicht immer zuverlässig beurteilen. Faktoren wie Versickerungsverhalten, Untergrundbeschaffenheit, Feuchtigkeitsspeicherung des Erdreichs, Hangwasserdruck und lokale Wetterverhältnisse spielen dabei eine wichtige Rolle.
Wichtig ist deshalb, dass der bestehende Lichtschacht über eine funktionierende Entwässerung verfügt und Wasser ungehindert ablaufen kann. Bei besonderen baulichen Situationen kann Heliobus® zusätzliche technische Optionen prüfen, um Kondensatbildung zu reduzieren und die Lichtdurchlässigkeit dauerhaft zu unterstützen.
Lösungen um Kondensat zu minimieren
Beheizbares Verbundsicherheitsglas mit automatischer Steuerung
Um Kondenswasserbildung zu reduzieren oder zu verhindern, kann anstelle des normalen Verbundsicherheitsglases ein beheizbares Verbundsicherheitsglas eingesetzt werden. In Kombination mit einer automatischen elektrischen Steuerung wird die Glasoberfläche bei Bedarf temperiert, sodass sich weniger Feuchtigkeit auf der Abdeckung niederschlägt.
Diese Lösung eignet sich besonders für Lichtschächte, bei denen aufgrund der baulichen Situation, hoher Feuchtigkeit oder starker Temperaturunterschiede vermehrt Kondensat entstehen kann. Weitere Informationen finden Sie unter den produkttechnischen Massnahmen.
Schachtboden betonieren
Um Kondensatbildung durch aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Schachtboden zu minimieren, empfehlen wir, den Schachtboden mit einem betonierten Boden und einem siphonierten Bodenablauf abzuschliessen.
Dadurch kann Feuchtigkeit kontrollierter abgeführt werden, während aufsteigende Nässe aus dem Erdreich reduziert wird. Diese bautechnische Massnahme unterstützt ein stabileres Klima im Lichtschacht und kann die Bildung von Kondenswasser zusätzlich verringern. Weitere Informationen finden Sie unter den bautechnischen Massnahmen.
Sicherheit
Wann ist eine Rutschhemmung nötig?
Eine Rutschhemmung ist empfehlenswert, sobald die Schachtabdeckung des Heliobus® Spiegelschacht® in einem regelmässig begangenen Bereich liegt – zum Beispiel auf einer Terrasse, beim Hauseingang, auf einem Gehweg oder in einem Durchgang.
In öffentlich zugänglichen oder stark frequentierten Bereichen ist eine rutschhemmende Ausführung besonders wichtig, um die Sicherheit bei Nässe, Feuchtigkeit oder wechselnden Witterungsverhältnissen zu erhöhen.
Wieso hat die Rutschhemmung Streifen?
Die streifenförmige Rutschhemmung der Heliobus® Schachtabdeckung verbindet Sicherheit mit hoher Lichtdurchlässigkeit. Durch die Anordnung der Streifen gelangt weiterhin möglichst viel natürliches Tageslicht in den Raum.
Gleichzeitig bleibt der Blick nach draussen weitgehend erhalten, auch wenn er durch die Rutschhemmung leicht eingeschränkt sein kann. So wird die Glasabdeckung sicherer begehbar, ohne die Lichtwirkung und den Bezug zur Aussenwelt unnötig zu beeinträchtigen.
Die Dimensionierung der Rutschhemmung basiert auf Prüfresultaten und sicherheitstechnischen Anforderungen, unter anderem im Zusammenhang mit den Vorgaben der Beratungsstelle für Unfallverhütung BFU.
Ist der Spiegelschacht einbruchsicher?
Eine generelle Einbruchsicherheit kann nicht garantiert werden. Die Konstruktion des Heliobus® Spiegelschacht® ist jedoch so ausgeführt, dass das Spiegelmodul nicht einfach als Ganzes aus dem Lichtschacht gehoben werden kann.
Dadurch wirkt das System deutlich einbruchhemmend und bietet im Vergleich zu vielen konventionellen Lichtschachtabdeckungen einen erhöhten Schutz. Die Kombination aus Spiegelmodul, stabiler Abdeckung und konstruktiver Einbindung erschwert ein unbefugtes Eindringen zusätzlich.
Bei einer Abdeckung ohne Spiegelmodul ist eine zusätzliche Einbruchsicherung empfehlenswert. Je nach baulicher Situation kann Heliobus® passende Sicherheitsoptionen prüfen und individuell anbieten.
Ist die Schachtdeckung von Heliobus® betretbar?
Ja, die Glasabdeckung des Heliobus® Spiegelschacht® besteht aus robustem Verbundsicherheitsglas (VSG) und ist bei sachgemässer Nutzung begehbar. Im trockenen Zustand kann die Abdeckung gefahrlos betreten werden.
Die statische Auslegung erfolgt objektbezogen und orientiert sich an den geltenden Schweizer Normen sowie an den Empfehlungen des Schweizerischen Ingenieur- und Architektenvereins (SIA). So wird sichergestellt, dass die Schachtabdeckung zur jeweiligen baulichen Situation und Nutzung passt.
Befahrbarkeit: In der Schweiz ist optional eine verstärkte Ausführung erhältlich, die eine beschränkte Befahrbarkeit für Fahrzeuge bis 3.5 Tonnen ermöglichen kann. Die genaue Ausführung muss jedoch immer objektspezifisch geprüft werden.
Eine uneingeschränkte Befahrbarkeit setzt zusätzliche statische und konstruktive Abklärungen voraus. In Ländern ausserhalb der Schweiz können je nach lokalen Vorschriften besondere Nachweise, Prüfungen oder Einzelfallabklärungen erforderlich sein.
Wohin gelangt das Oberflächenwasser?
Regenwasser und Oberflächenwasser können in begrenztem Umfang über die Lüftungsschlitze in den bestehenden Lichtschacht gelangen. Das ist konstruktiv vorgesehen und entspricht grundsätzlich der bisherigen Situation eines offenen Lichtschachts.
Das Wasser gelangt jedoch nicht in das Spiegelmodul des Heliobus® Spiegelschacht®. Es wird im Lichtschacht wie bisher über den vorhandenen Schachtboden aufgenommen, versickert oder über die bestehende Entwässerung abgeführt.
Wichtig ist deshalb, dass der Lichtschacht über eine funktionierende Entwässerung verfügt und Regenwasser ungehindert ablaufen kann.
Entsteht Kondenswasser im Spiegelmodul?
Ja, im Bereich des Heliobus® Spiegelschacht® kann Kondenswasser entstehen. Ob und in welchem Umfang dies vorkommt, hängt vor allem von der baulichen Situation des bestehenden Lichtschachts ab.
Ein hoher Feuchtigkeitseintrag durch Regenwasser, Hangwasser oder eine ungenügende Versickerung kann die Bildung von Kondensat begünstigen. Deshalb ist eine funktionierende Entwässerung des Lichtschachts besonders wichtig.
In der Regel ist vor allem die ebene Verbundsicherheitsglasabdeckung betroffen. Die Spiegelflächen selbst kondensieren nur selten – zum Beispiel bei sehr hoher Luftfeuchtigkeit in Feuchträumen, Saunen oder Duschen, insbesondere direkt nach dem Lüften.
Bei Bedarf kann Heliobus® technische Optionen wie beheizbares Verbundsicherheitsglas prüfen, um Kondensatbildung zu reduzieren und die Lichtdurchlässigkeit langfristig zu unterstützen.
Ist das Spiegelmodul vor Schmutz von der Strasse geschützt?
Das Spiegelmodul des Heliobus® Spiegelschacht® ist von oben durch die Verbundsicherheitsglasabdeckung geschützt. Dadurch sind die Spiegel bei normaler Nutzung gegen direkte Einwirkungen von oben geschützt.
Da das System luftoffen konstruiert ist und die natürliche Belüftung des Lichtschachts weiterhin ermöglicht, kann sich mit der Zeit Staub auf den Spiegeloberflächen ablagern. Das ist normal und lässt sich durch eine regelmässige, schonende Reinigung einfach beheben.
Für eine dauerhaft gute Lichtwirkung empfehlen wir, die Spiegel je nach Umgebung und Verschmutzung zusammen mit der normalen Fensterreinigung ein- bis zweimal pro Jahr zu reinigen.